Aktuelles

HINWEIS – Neugestaltung der Dauerausstellung „Parfümflakons – Eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert“

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Neugestaltung die betroffenen Ausstellungsräume sowie die Besuchertribüne ab dem 26.10.2018 bis einschließlich 29.10.2018 geschlossen bleiben! 

Weitere Informationen folgen in Kürze!

 

HINWEIS – Sind Sie DER oder DIE Glückliche?

Rechtzeitig zum 10. Geburtstag des Europäischen Flakonglasmuseums dürfen wir Ihnen Herz zeigen! In den vergangenen Jahren haben Sie –  liebe  Besucher – bewiesen, mit wie viel Herz Sie an unserem Museum hängen! Ob Sie uns nun mit Ihrer Kritik geholfen haben besser zu werden oder Sie uns den Lorbeerkranz Ihres Lobes entgegengestreckt haben; nun sind Sie an der Reihe!

In Kürze erwarten wir unseren

55.555 Besucher

Selbstverständlich werden wir unseren Ehrengast gebührend feiern, mit einer ganz besonderen Überraschung. Welche das sein wird, müssen Sie allerdings selbst herausfinden… Also runter vom Sofa und ab ins Europäische Flakonglasmuseum! Mit etwas Glück sind Sie DER oder DIE Glückliche Gewinnerin…

 

Oktober 2018 – Von Hildegard- und Meentzen-Kräutern

Oder ist die Hautsache nur Frauensache?

Creme-Dose „Kräuter-Vital-Creme“®; Charlotte Meentzen, Heilkräuter-Kosmetik®, Dresden/ Deutsche Demokratische Republik, zwischen 1964-1967

Sammlung Monika Jürgens-Winefeld/ Schenkung 2016

„Die Kräuter bieten einander den Duft ihrer Blüten an, ein Stein strahlt seinen Glanz auf die anderen. Alles was lebt hat einen Urtrieb nach liebender Umarmung.“ So schilderte die Benediktinerin Hildegard von Bingen (*1098-†1179) in ihrer lateinisch verfassten Schrift „Liber vitae meritorum“ (dt. Buch der Lebensverdienste) den Einklang der Schöpfung und setzte diesen den Verantwortlichkeiten und Lebensleistungen des Menschen entgegen. Um als Frau im Kirchenpatriarchat bestehen zu können, gehörte im 12. Jahrhundert weit mehr dazu als die rudimentäre Schulung theologischer Schriften und Rhetorikkünste. Eine Lebensleistung, der sich die Gründungs-Äbtissin des Klosters Rupertsberg – einst in Bingen am Rhein gelegen – verpflichtet fühlte, war ein außerordentliches Interesse an Heilkräutern und deren Bedeutung für die frühe Naturheilkunde. Weit mehr als einhundert Beschreibungen von Pflanzen mit heilender Wirkung lassen sich in ihren überlieferten Aufzeichnungen finden. Akribisch beschrieb sie deren Anwendungsgebiete für die verschiedensten Gebrechen, wovon allein 300 Heilmittel auf die Haut entfallen.

Jahrhunderte später, genauer gesagt im Jahr 1930, beabsichtigte die junge Dresdnerin Charlotte Meentzen (*1904-†1940), ebenfalls „Hautarbeit“ zu leisten. Mit der Internationalen Hygiene-Ausstellung Dresden 1930 stand die sächsische Metropole seinerzeit völlig im Zeichen Karl August Lingners (*1861-†1916), des berühmten Odol®-Fabrikanten und Gründungsinitiator des Deutschen Hygiene-Museums®. Die Welt blickte auf Dresden und Dresden schon bald auf Charlotte Meentzen. Beeinflusst durch das Zeitgeschehen und der Wissensvermittlung durch ihre Mutter, verschrieb sich die gerade einmal 26jährige – übrigens in völliger Kontroverse zur wachsenden Hochindustrialisierung – voll und ganz den Geheimnissen der Naturkosmetik. Gefolgt von ihrer Intuition das Richtige zu wollen, rief sie noch im gleichen Jahr das Institut für natürliche Kosmetik® ins Leben. Ungeachtet der wirtschaftlichen Unruhen und schwindenden Kaufkraft gründete sie zum Erstaunen der aufmerksamen Dresdner mit ihrer älteren Schwester Gertrut Seltmann-Meentzen (*1901-†1985) kurz darauf noch eine Produktionsstätte. Selbstbewusst taufte sie diese Charlotte Meentzen, Heilkräuter-Kosmetik®. Schrittweise entstanden dann an der mondänen Prager Straße die ersten industriellen Pflegepräparate auf natürlicher Wirkstoffbasis, wie etwa Reinigungsmilch aus Honig und Orangen, Lindenblütencreme oder handgesiebtes Blütenstaubpuder. Mit Produktentwicklung, Hauttyp-Beratung und Lehre rundete die gelernte Kosmetikerin 1931 ihre revolutionäre Konzeptidee in der Schaffung der Schule für natürliche Kosmetik® ab.

Bedingt durch den frühen Tod ihrer Schwester und der Zerstörung Dresdens durch die Alliierten, sah sich Gertrut Seltmann-Meentzen gezwungen, die Geschicke des Unternehmens alleine in die Hand zu nehmen. Ohne Unterlass forcierte sie nach 1945 den Wiederaufbau der ausgebombten Betriebsstätte und organisierte über Umwege die wertvollen Heilkräuter und Ingredienzien. Bereits 1967 entwickelten und rührten 200 fleißige Hände an 38 Präparaten, die schnell „überall bekannt und überall verlangt“ waren. Eines der beliebtesten dürfte wohl die vorliegende „Kräuter-Vital-Creme“® gewesen sein. Geeignet für die reife Frau, normalisierte dieses Nährpräparat des Nachts den Feuchtigkeitshaushalt der Haut und wirkte gewebefestigend. Der Anspruch des Inhalts an Vitalität und Schönheit setzt sich unverblümt in der Verpackung fort. Reinweiß erstrahlt die verschraubbare Bakelit-Dose mit jugendfrischen Frauenprofil in zartgrün. Dabei erscheint das Bildnis besonders reizvoll durch seine Vertiefung in das Material. Zu einem schlichten Gegengewicht vereinen sich der reliefartige Schriftzug „Charlotte Meentzen“ mit einem stilisierten Rosenstängel. Wohl nicht von ungefähr wählte man die symbolhafte Rose. Einst war sie der schönsten aller Göttinnen, der Liebesgöttin Aphrodite geweiht und stand blütenweiß für Reinheit und Unschuld. So viel Inhalt an Qualität scheute die werktätige Frau keineswegs mit guten 4,60 MDN (Mark der Deutschen Notenbank) zu honorieren, schließlich ging es doch um die körpereigene Schönheit. Denn die „Schönheit ist Göttergeschenk, und die Götter sind geizig“. … Wer sollte das wohl besser wissen, als der römische Dichter Ovid (*43 v. Chr.-†17 n. Chr.)?!

Präsentation: Glas-Café, Kleintettau; 01.10. bis 31.10.2018

Künftiger Standort: Sammlungsdepot

Wissenswertes: Das heutige Unternehmen Charlotte Meentzen® stellt ca. 25.000 Produkte in Manufakturarbeit her und erstand im Jahr 1991 aus dem Betriebsteil VEB Kräutervital-Kosmetik Dresden, der 1980 durch die Eingliederung in den Kombinat VEB Berlin-Kosmetik seine juristische und ökonomische Selbstständigkeit eingebüßt hatte. Mit der bisherigen Kontinuität – nun unter der neuen Generation der Meentzen-Söhne – dürfte der Naturkosmetik-Hersteller zumindest unter den kosmetischen Unternehmen auf ehemaligem Staatsgebiet der DDR seinesgleichen suchen.

Ausblick: Integration in die neue Dauerausstellung zur Parfümerie- und Kosmetikkultur der DDR, im Jahr 2019.

Möchten Sie uns etwas zu diesem Objekt mitteilen oder haben eine Bildanfrage? Dann schreiben Sie uns bitte an, unter museum@flakonglasmuseum.eu

 

Bier meets Parfüm

Was hat Bier mit edlen Parfümflakons zu tun?

Oh, jede Menge! Als schwer arbeitende Bierholerin verkleidet, weiß unsere Museumsführerin Christel Fehn-Maisel über manche Kreuzschmerzen zu klagen. Aber auch für die Glasmacher war es seit der Antike „ein unendliches Kreuz, gutes Glas zu machen“. Mit Feuer und Flamme und manch erheiternder Anekdote warten unsere Glasmacher auf, um Ihnen die wechselvollen Herstellungstechnologien eines Glasflakons näher zu bringen. Lassen Sie sich überraschen, welche Rolle dabei nicht gerade wenig Bier oder gar der „Zuhälter“ und der „Aufschneider“ spielten.

Kostümführung:                                         
„Feuer und Flamme – Glastechnologie im Wandel der Zeit“

Termin: 29. September 2018

Uhrzeit: 14:00 bis ca. 15:00 Uhr

Preis: 10,- € pro Person

Die letzte Kostümführung in diesem Jahr findet in Kooperation mit der VHS-Kronach statt. Für die Teilnahme bitten wir Sie sich bis zum Freitag den 28. September 2018 telefonisch unter der Rufnummer 09269/ 77-100 anzumelden.

Für Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung und freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen gute Unterhaltung!

 

HINWEIS – Ferienprogramm am 29.08.2018

 

HINWEIS – Und bitte Lächeln…

…zum Fotoshooting der besonderen Art

Hand in Hand mit dem Glasmännlein

Am Sonntag den 17. Juni teilten sich nicht nur Hütten- und Couturiersduft die Museumsluft des Europäischen Flakonglasmuseums. Auch die Räumlichkeiten entwickelten sich fernab von Paris und Mailand zum Laufsteg für bekannte und unbekannte Stars der Museumsszene.

Dem international agierenden People-Photograph Markus Garscha gelang es mit viel Einfühlungsvermögen unsere Kostümführungen ins rechte Licht zu setzen.
Ob nun unsere fröhlich gestimmte Bierholerin Christel mit Leichtigkeit das kühle Nass an den Mann brachte, sich Kaiserin
Joséphine de Beauharnais von ihrer rosigsten Seite zeigte, die Mode-Ikone Coco Chanel mit Charme und Zigarettenspitze kokettierte oder Monsieur Guerlain entrückt von seiner künftigen Parfüm-Kreation träumte. Sie alle zeigten, welches Potenzial und vielseitige Programm das Europäische Flakonglasmuseum mit seinen Kostümführungen zu bieten hat. Die tatsächlichen Stars waren jedoch die kleinen Museumsführer von morgen, die zusammen mit dem Glasmännlein auf Entdeckungsreise zu unermesslichen Glasschätzen in der Glashöhle gingen.

Möchten auch Sie mit unseren Kostümführungen auf eine völlig andere Art der Zeitreise gehen, dann informieren Sie sich auf unserer Hompage unter der Kategorie „Museumsführungen“ oder lassen sich am besten gleich persönlich unter der Rufnummer 0 9269/ 77-100 von uns beraten! Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

 

HINWEIS – Menschen aus der Region

RadioEINS berichtet über die lebendige Glasmachertradition am Rennsteig

Die Glasmacher vom Rennsteig: Uli Noll hat zwei ehemalige Mitarbeiter der Glashütten getroffen, die heute noch im Europäischen Flakonglasmuseum in Kleintettau am Schau-Ofen vorführen, wie früher Glas bearbeitet wurde.
Und natürlich hat sie sich auch viele Geschichten von Damals erzählen lassen. Von Günter Neubauer (81) und Willi Stärker (81) hören wir zum Beispiel von der Bierfrau, von langen Wegen zu Arbeit und ganz anderen Gehältern als heutzutage…

Wer nicht die Möglichkeit hat mit unseren Glasmachern am Halbautomaten live zu plauschen, sollte sich den Beitrag von RadioEins nicht entgehen lassen!

 

Spaß, Spiel und Selfmade-Flakon

 

15. Regionale Museumsnacht Coburg-Südthüringen – Lichtblicke

Am 5. Mai 2018 ist es wieder so weit… Fünfzehn Museen und kulturelle Einrichtungen aus den Landkreisen Kronach, Sonneberg, Coburg und Hildburghausen öffnen zur Regionalen Museumsnacht von 18:00 bis 23:00 Uhr ihre Pforten, um wissensdurstigen Nachtschwärmern jeden Alters Lichtblicke – Einblicke – Rückblicke – Ausblicke zu gewähren.

Parfüm-Flakon „Rio“ mit Umverpackung und dazugehöriger Werbung; VEB Decenta Werk Döbeln, Döbeln/ Deutsche Demokratische Republik, 1950er Jahre

Was erwartet Sie?

Mehr als geheimnisvoll wird es zur Regionalen Museumsnacht im Europäischen Flakonglasmuseum zugehen. Nicht nur die Design-Highlights namhafter Couturiers, wie jene des Modeschöpfers CHRISTIAN DIOR®, ziehen – ins rechte Licht gesetzt – die Blicke auf sich.

Die Stars dieses Abends heißen jedoch: FLORENA®, BADUSAN® und Co. Glanzlichter der Parfümerie- und Kosmetikindustrie der Deutschen Demokratischen Republik stehen an diesem Abend im Mittelpunkt. Einst brachten sie sehnsüchtige Augen in kleinen Drogerien oder den Warenkaufhäusern von „Konsum“, „HO“ und „Exquisit“ zum funkeln. Die edlen Kleinode des sozialistischen Produktdesigns bringen mit ihrer dazugehörigen, einfallsreichen und durchaus auch farbenfrohen Werbung so manchen „gesamtdeutschen“ Betrachter zum Staunen.

Genießen Sie an diesem Abend vor anderen Besuchern einzigartige Einblicke in die noch verhüllte Preview-Sonderausstellung „Blendende Konsumideen auf Weltniveau“. Deren offizielle Eröffnung erfolgt erst mit dem Internationalen Museumstag am 13. Mai 2018 und stellt einen Lichtblick für die in Planung befindliche Dauerausstellung zur Parfümerie- und Kosmetikkultur der DDR dar.

Insgesamt erwarten Sie kulinarische Leckerbissen aus Ost und West! Kommen und staunen Sie selbst!

Preise und Verkaufsstellen

Vorverkauf: 3,- € pro Armband

Abendkasse: 5,- € pro Armband

Für den Einlass in die beteiligten Museen inklusive der Fahrt dorthin bzw. zurück benötigen Sie ein Armband. Ausgenommen sind Kinder unter 16 Jahren, für diese ist der Eintritt frei!

Die Armbänder sind erhältlich im Europäischen Flakonglasmuseum und dem Tropenhaus Klein-Eden in Kleintettau, in allen beteiligten Museen, den Touristinformationen in Coburg und Sonneberg und der Geschäftsstelle der VR-Bank Coburg.

Haben Sie noch Fragen?

Haben wir Ihre Neugierde geweckt? Gerne stillen unsere Damen des Empfangs Ihren Wissensdurst unter der Telefonnummer 0 9269/ 77-100. Für die Planungen zu einem gelungenen Maiabend empfehlen wir Ihnen, im Bezug auf die Programmhinweise der beteiligten Museen und dem sie verbindendem Shuttleverkehr einen Blick auf die Homepage der Regionalen Museumsnacht Coburg-Südthüringen zu werfen.

Pressestimmen

Vorschau des Südthüringer RegionalFernsehens

 

HINWEIS – Öffnungszeiten über die Osterfeiertage

Endlich stellt sich – wenn auch nur sehr zaghaft – der langersehnte Frühling wieder ein. Zumindest werden die Tage länger und die Uhr wird auch wieder umgestellt. Falls Sie nun nach dem Frühjahrsputz die Seele etwas baumeln lassen möchten und sich Zeit für sinnliche Genüsse nehmen wollen, dann schauen Sie doch einfach einmal in das Europäische Flakonglasmuseum! Lassen Sie sich überraschen, was es dort zu entdecken gibt!

Die Öffnungszeiten der Osterfeiertage finden Sie, für eine konkrete Planung oder einem Spontanbesuch, nachfolgend im Überblick:

  • 30.03.2018, geschlossen
  • 31.03.2018, 10:00 – 16:00 Uhr
  • 01.04.2018, geschlossen
  • 02.04.2018, geschlossen

Wir wünschen Ihnen frohe und gesellige Osterfeiertage, im Kreise der Menschen, die Ihnen am Herzen liegen!