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42. Internationaler Museumstag – Museen – Zukunft lebendiger Traditionen

Entdecken Sie in unserer kostenfreien Finissageführung die Welt des sozialistischen Kosmetikkonsums, die vom Kassenschlager bis hin zur „Bückware“ reicht. Staunen Sie über edle Kleinode der Parfüm- und Kosmetikindustrie der DDR und ihrer bunten und einfallsreichen Werbewelt, die uns mit Witz und Charme, letzmalig in der Sonderausstellung „Blitzsaubere Konsumideen auf Weltniveau“ begegnet.

1. Finissageführung:               14:00 – 15:00 Uhr

2. Finissageführung:               15:30 – 16:30 Uhr

Der Eintritt ist zum Internationalen Museumstag für das gesamte Haus frei!

Haben wir Ihre Neugierde geweckt? Gerne informieren Sie unsere Damen des Empfangs über weitere Details unter der Telefonnummer 0 9269/ 77-100. Für die Planungen zu einem gelungenen Museumssonntag empfehlen wir Ihnen auch unsere Programmhinweise auf der Website des Internationalen Museumstages mit vielen anderen Museen einzusehen.

 

HINWEIS: Die Fragrance Foundation Deutschland e.V. und das Europäische Flakonglasmuseum laden ein…

Ein Museumsbesuch zum sinnlichen Glück!

Frau Vogt (v.l.n.r.), Monsieur Guerlain und Frau Mönch schnuppern sich ein, in die Welt von Haute Couture und Sinnlichkeit…

„Veronika, der Lenz ist da!“ So hätte der Lockruf des Europäischen Flakonglasmuseums an Frau Veronika Mönch aus Sonnefeld und ihre beste Freundin Anneliese Vogt aus Schesslitz sprichwörtlich lauten können.

Die Beiden hatten im Oktober letzten Jahres kurz im Museum Rast gemacht und wollten sich lediglich nach dem Weg zum Tropenhaus Klein-Eden erkundigen. Daraus wurde allerdings so schnell nichts, denn mit großen Augen und fast sprachlos wurden Ihnen die Hände von der Museumsmitarbeiterin Sabine Thalmeyer zur Gratulation gereicht. Wer hätte denn auch vermutet, dass sich ein spontaner Museumsbesuch dermaßen lohnt und der wöchentliche „Freundinnen-Ausflug“ als 55.555 Besucher des Europäischen Flakonglasmuseums beginnen würde?! Für den Frühling hatten die beiden Überraschungsgäste beschlossen wieder zu kommen, um ihren Gewinn bei Sonne und frischem Grün einzulösen.

Am 25. April war es dann schließlich soweit! Neidisch mussten die Angehörigen zu Hause bleiben, während die beiden Gewinner vom französischen Parfüm-Pionier des 19. Jahrhunderts, Pierre-François Pascal Guerlain, mit gebotener Etikette im „Reich des gläsernen Flakons“ in Empfang genommen wurden. Mit französischem Savoir Vivre geleitete Museumsleiter Sandro Welsch in seiner Kostümführung die beiden Damen durch die „Haute Couture der Sinnenverführung“. Was man da über die Schönen und Mächtigen, angefangen bei Kleopatra, bis hin zum Ausnahme-Couturier Jean Paul Gaultier zu hören bekam, erstaunte nicht wenig. Selbst die Lachmuskeln kamen nicht zu kurz… selbstverständlich mit gebotener Contenance, versteht sich.  Aber nicht nur die Ohren und die Augen, sondern auch die Nasen wurden beansprucht, die das älteste, aus Ägypten stammende Parfüm der Welt schnuppern durften. Die Tipps zur richtigen Wahl des Parfümauftrages waren allerdings auch recht hilfreich „und kommen mit Sicherheit spätestens beim nächsten Hochzeitstag zum Einsatz“, schmunzelte Frau Mönch!  Es sei unglaublich, was sie heute alles gehört, gelernt und gesehen hätten. „Eigentlich haben wir uns das Museum viel einfacher vorgestellt“, bemerkte Frau Vogt, „wir dachten, man sieht da vielleicht ein paar Glas-Flakons, aber was einen schließlich erwartet und was geboten wird, sprengt alle unsere Erwartungen“.  Am Ende waren sich die ehemaligen Arbeitskolleginnen einig, dass sie in jedem Falle mit ihren Familien das Europäische Flakonglasmuseum wieder besuchen möchten, am liebsten sobald die Dauerausstellung zur DDR-Parfümerie- und Kosmetikkultur fertiggestellt sein wird, denn da könne man zusätzlich in Erinnerungen schwelgen.

Nach so viel positiver Aufregung sorgte das Candle-Light-Diner in der Tettauer Erlebnisgastronomie Anno Domini für einen entspannten Abend, das mit einem ebenfalls die Sinne ansprechenden Mehrgänge-Menu den Gaumen verwöhnte. Mit einer kurzen Fahrt durch den Frankenwald neigte sich der sonnige Tag dann schließlich dem Ende entgegen. Stilgerecht gebettet schliefen die beiden Museumsgäste im Antikhotel Steinbacher Hof ein, voll von sinnlichen Erlebnissen und traumhaften Eindrücken vom thüringisch-fränkischen Rennsteig.